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Echte Hochzeitsfotos: die Momente, die kein Paar plant

Die Bilder, die Paare Jahre später am liebsten anschauen, stehen in keinem Zeitplan. Nach über 120 Hochzeiten wissen wir, wann sie passieren.

Braut im Brautkleid im Flur des Hauses, gespiegelt in einer Glastür, Schwarzweiß

Wir planen einen Hochzeitstag gern durch. Zeitplan, Gruppenbild, Licht, alles besprochen. Trotzdem sind die Bilder, die Paare Jahre später am liebsten anschauen, fast nie die geplanten.

Das sind die Momente, die bei uns immer wieder vorkommen und die in keinem Ablauf stehen. Ihr müsst sie nicht einplanen. Es reicht, dass jemand mit einer Kamera weiß, dass sie kommen.

Der Blick der Mutter beim Ankleiden

Nicht das Kleid, nicht der Spiegel, nicht der Moment mit den Brautjungfern. Sondern der, in dem die Mutter einen Schritt zurückgeht und nichts sagt. Das passiert in fast jedem Ankleidezimmer, und es dauert keine drei Sekunden.

Eine Freundin steckt der Braut kleine weiße Blüten ins geflochtene Haar
Der Morgen ist der Teil des Tages, an dem am wenigsten geplant ist und am meisten passiert.

Die Sekunde nach dem Ja

Die meisten rechnen mit dem Kuss. Interessanter ist das halbe Ausatmen davor, wenn beiden gleichzeitig auffällt, dass es gerade wirklich passiert. Wer in dem Moment schon auf den Kuss vorfokussiert, verpasst ihn.

Wenn das Lied euch erwischt

Bei einer Trauung im Sommer lief ein Lied von SDP. Kein klassisches Trauungsstück, sondern ein Song, mit dem das Paar eine eigene Geschichte verbindet. Die Braut hat es nicht durchgehalten, und niemand im Raum hat es ihr übel genommen.

Daran sieht man gut, worauf es bei der Musik ankommt. Nicht auf die Stilrichtung und nicht darauf, ob ein Lied zu einer Kirche passt, sondern darauf, ob es für euch beide etwas bedeutet. Ein Song, bei dem ihr an einen bestimmten Sommer denkt, trifft härter als jedes Stück von der Empore.

Braut weint an der Schulter des Bräutigams während der Trauung
Es ist fast nie die Musikrichtung. Es ist die Geschichte, die an einem Lied hängt.

Der Vater, der nicht weiß, wohin mit den Händen

Väter halten sich an Sektgläsern fest, an Jacketts, an ihren eigenen Händen. Das ist kein Klischee, das ist eine Beobachtung aus über hundert Hochzeiten, und es ergibt jedes Mal ein gutes Bild.

Die ersten fünf Minuten nach dem Auszug

Wenn die Türen aufgehen und die Gratulation losgeht, ist niemand mehr in seiner Rolle. Die Anspannung fällt ab, alle reden gleichzeitig, und keiner denkt an die Kamera. Diese fünf Minuten sind fotografisch mehr wert als das ganze Gruppenbild danach.

Brautpaar tritt durch das Kirchenportal nach draußen
Sobald die Türen aufgehen, ist niemand mehr in seiner Rolle. Diese fünf Minuten sind mehr wert als das Gruppenbild danach.

Kinder, die machen, was sie wollen

Bei einer Hochzeit im August waren 27 Kinder da. Keines davon hat sich für den Zeitplan interessiert, und das war gut so. Kinder sind der zuverlässigste Grund, warum eine Feier locker wird.

Der Moment, in dem euch beiden gleichzeitig auffällt, dass alle da sind

Passiert meistens beim Sektempfang und dauert zwei Sekunden. Ihr steht mitten in eurem eigenen Fest und schaut euch um, und für einen Augenblick ist niemand am Reden.

Was ihr damit macht

Nichts davon muss in euren Zeitplan. Ihr könnt diese Momente nicht bestellen, und wer es versucht, bekommt eine Nachstellung statt eines Moments.

Es reicht, dass euer Fotograf weiß, dass sie kommen, und dass er dann in der Nähe ist, statt Gruppenbilder zu sortieren. Genau darum geht es uns: euch so festzuhalten, wie ihr wirklich seid, nicht wie ihr für die Kamera aussehen sollt.

Wenn ihr für euren Tag noch jemanden sucht, schreibt uns mit eurem Hochzeitsdatum. Wie andere Paare das erlebt haben, steht in unseren Bewertungen.

Ist euer Hochzeitstag noch frei?

Wir sind Tobi und Theresa, Hochzeitsfotografen aus Burgbernheim. Ganztägig unterwegs, in Franken und Unterfranken. Schreibt uns euer Datum und wo ihr feiert, dann sagen wir euch, ob wir an dem Tag noch zu haben sind. Beliebte Sommertermine sind oft ein Jahr im Voraus vergeben.