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Getting Ready: sieben Dinge, die den Morgen entspannt machen

Wie viel Zeit ihr braucht, welches Licht die Bilder trägt, was bereitliegen sollte und warum der Bräutigam dazugehört. Aus über 120 Hochzeiten in Franken.

Stylistin schminkt die Braut am Morgen der Hochzeit, die Braut schaut nach oben
Die Braut zieht ihr Kleid an, eine Freundin hilft ihr von hinten
Der Moment, in dem das Kleid zugeht. Danach ändert sich die Stimmung im ganzen Raum.

Euer Hochzeitstag beginnt am Morgen, wenn ihr die Augen aufmacht. Das klingt banal, ist aber der Grund, warum wir so früh kommen. Die Stunden vor der Trauung tragen genauso viel Gefühl wie die Trauung selbst, und sie laufen nur einmal.

Wir haben inzwischen über 120 Hochzeiten begleitet und in fast jedem Getting Ready dieselben Dinge gesehen, die einen Morgen ruhig machen oder hektisch. Diese sieben sind uns geblieben.

Nehmt euch mehr Zeit, als der Plan sagt

Zeitdruck am Morgen ist der sicherste Weg, den ganzen Tag anzuschieben. Sobald es knapp wird, verschwinden die schönen Gefühle hinter der Frage, ob ihr es noch schafft, und man sieht es euch auf den Bildern an.

Unsere Faustregel: Rechnet die Zeit aus, die Haare und Make-up brauchen, und legt eine Stunde obendrauf. Diese Stunde geht nie verloren. Entweder braucht ihr sie, weil etwas dazwischenkommt, oder ihr sitzt am Ende mit einem Glas in der Hand da und habt Ruhe. Beides ist besser als Hetze.

Das Brautkleid hängt am Balken, dahinter das Dachgebälk der Scheune
Das Kleid fotografieren wir zuerst. Sobald es an ist, zählt nur noch der Moment.

Das Licht entscheidet mehr als der Raum

Wo ihr euch fertig macht, ist ziemlich egal: zu Hause, im Hotel, beim Friseur oder bei den Eltern. Zwei Dinge sollten stimmen. Genug Platz für alle, die dabei sind, und ein Fenster.

Tageslicht ist das, was die Bilder weich macht. Ein Raum mit großem Fenster und heller Wand bringt mehr als jede Deckenlampe. Wenn ihr die Wahl habt, nehmt den Raum mit dem meisten Tageslicht und schaltet das Deckenlicht aus, sobald wir da sind. Das ist der einzige Eingriff, um den wir am Morgen bitten.

Legt bereit, was ins Bild soll

Die Details erzählen später den halben Tag. Damit sie entstehen, müssen sie greifbar sein, wenn wir ankommen.

Brautschuhe, Perlenkette und Strumpfband auf einer Holzplatte arrangiert
Alles an einem Platz, dann ist es in zehn Minuten fotografiert statt in dreißig.

Auf die Liste gehören die Ringe, der Schmuck, die Schuhe, das Parfüm, die Einladung oder die Menükarte, das Strumpfband und alles, was euch persönlich verbindet: der Brief, den ihr euch geschrieben habt, das Erbstück von der Großmutter, die Uhr vom Vater. Legt es an einen Platz statt auf drei Zimmer verteilt.

Der Bräutigam gehört dazu

Der Teil, der am häufigsten vergessen wird. In vielen Reportagen taucht der Bräutigam erst bei der Trauung auf, dabei passiert bei ihm dasselbe: Anspannung, Vorfreude, einer, der beim Anziehen hilft.

Fliege, Gürtel, Anstecker und Schuhe des Bräutigams auf dunklem Untergrund
Auch beim Bräutigam lohnt der Aufwand. Diese Dinge trägt er an genau einem Tag.
Der Trauzeuge richtet dem Bräutigam den Kragen
Die Szenen unter Männern sind ruhiger und oft die komischsten des ganzen Morgens.

Wenn ihr euch getrennt fertig macht, klärt vorher, wer von uns wo ist. Bei zwei Fotografen geht beides parallel, allein legen wir die Zeiten so, dass wir beim Bräutigam anfangen und rechtzeitig bei der Braut sind. Das braucht nur einen Satz in der Planung.

Der Bräutigam steht fertig angezogen am Fenster und richtet seine Manschette
Kurz bevor es losgeht. Diese Minute hat fast jeder Bräutigam für sich allein.

Sorgt für Stimmung, und für eine Grundlage

Musik verändert einen Raum in Sekunden. Legt euch vorher eine Playlist an, die zu euch passt, und lasst sie laufen, sobald die ersten da sind. Dazu ein Glas Sekt, ein paar Häppchen, und die Anspannung fällt von allein ab.

Zwei Dinge dazu aus der Praxis. Trinkt zwischendurch Wasser, gerade an warmen Tagen und gerade dann, wenn es Sekt gibt. Und esst am Morgen etwas Richtiges. Viele Paare kommen sonst erst am Abend wieder zum Essen, und der Nachmittag zehrt mehr, als man denkt.

Der Toilettengang ist übrigens der Grund, warum wir die Trinkfrage überhaupt ansprechen: Im fertigen Kleid wird das zur Gemeinschaftsaufgabe. Nutzt die Zeit davor.

Gebt die letzten Aufgaben ab

Wir erleben es regelmäßig, dass Braut oder Bräutigam am Morgen noch Tischkarten schreiben, Blumen holen oder mit der Location telefonieren. Das kostet genau die Ruhe, für die ihr euch den Vormittag freigehalten habt.

Was am Vortag fertig ist, ist fertig. Alles andere übernehmen eure Trauzeugen, Geschwister oder Eltern, und zwar gerne. Schreibt zwei Tage vorher auf, was am Hochzeitsmorgen noch passieren muss, und verteilt jede Zeile auf einen Namen. Danach gehört der Morgen euch.

Die Braut steht vor dem Spiegel und setzt einen Ohrring ein
Die letzten Handgriffe macht fast jede Braut vor dem Spiegel. Dort warten wir und halten uns raus.

Habt Vertrauen, auch ungestylt

Die häufigste Sorge, die wir hören: Auf den frühen Bildern sehe ich noch gar nicht fertig aus. Das stimmt, und genau darum geht es. Der Weg dorthin ist der Teil, der später am meisten bedeutet, weil er zeigt, wie es sich angefühlt hat.

Wir arbeiten am Morgen ruhig und halten uns im Hintergrund. Ihr macht euer Ding, wir sind da. Wie das über den ganzen Tag aussieht, steht auf der Seite zu unseren Hochzeitsfotos.

Wie der Morgen in einen ganzen Tag eingebettet ist, zeigt der Beitrag über eine Hochzeit im Winzerhof Stahl. Wie eng ein Morgen vor einer Trauung um elf getaktet ist, steht im Beitrag über das Standesamt in Rothenburg ob der Tauber. Wie ein gestaffelter First Look mit Familie und Trauzeugen abläuft, zeigt der Beitrag über die Winterhochzeit im Hofgut Maisenburg.

Häufige Fragen zum Getting Ready

Wann sollte der Fotograf beim Getting Ready da sein?

Etwa zwei Stunden bevor ihr losmüsst. Dann sind Haare und Make-up im Gange, die Details lassen sich in Ruhe fotografieren, und für das Anziehen bleibt Zeit.

Wie lange dauert ein Getting Ready?

Bei der Braut meist zwei bis drei Stunden inklusive Haare und Make-up, beim Bräutigam etwa eine halbe bis eine Stunde. Plant zusätzlich eine Stunde Puffer ein.

Welcher Raum eignet sich für das Getting Ready?

Jeder mit großem Fenster und genug Platz für alle Anwesenden. Tageslicht ist wichtiger als schöne Möbel, und eine helle Wand gegenüber dem Fenster macht die Bilder weich.

Was sollte für die Detailfotos bereitliegen?

Ringe, Schmuck, Schuhe, Parfüm, Einladung, Strumpfband und alles mit persönlicher Geschichte. An einem Platz gesammelt geht es am schnellsten.

Soll der Bräutigam auch fotografiert werden?

Unbedingt. Bei ihm passiert dasselbe wie bei der Braut, nur leiser. Wenn ihr euch getrennt fertig macht, legen wir die Zeiten vorher zusammen fest.

Was tun, wenn am Morgen noch Aufgaben offen sind?

Verteilt sie am Vortag auf Trauzeugen und Familie. Jede Aufgabe, die ihr am Hochzeitsmorgen noch selbst erledigt, nimmt euch die Ruhe, für die ihr euch die Zeit genommen habt.

Ihr heiratet in Franken?

Erzählt uns, wo euer Morgen stattfindet und wie eure Zeiten aussehen. Wir sagen euch, wann wir kommen sollten, damit sich der Vormittag nach Vorfreude anfühlt. Wie ein ganzer Tag zeitlich aufgeht, steht in unserem Zeitplan für die Hochzeit.

Ist euer Hochzeitstag noch frei?

Wir sind Tobi und Theresa, Hochzeitsfotografen aus Burgbernheim. Ganztägig unterwegs, in Franken und Unterfranken. Schreibt uns euer Datum und wo ihr feiert, dann sagen wir euch, ob wir an dem Tag noch zu haben sind. Beliebte Sommertermine sind oft ein Jahr im Voraus vergeben.