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Hochzeit in Pirkach bei Emskirchen: Laura und Lukas

Eine fränkische Hochzeit zu Hause auf dem Hof: First Touch am Weiher, Trauung mit Taufe in St. Kilian in Dürrnbuch, Feuerwehr-Spalier und eine Fahrt im Bulldog zur eigenen Scheune.

Braut und Bräutigam lachen sich unter dem Schleier an, die Stirnen fast aneinander
Brautpaar steht am Weiher in Pirkach, sie hebt lachend den Arm, im Wasser schwimmen Gänse

Es gibt Hochzeiten, bei denen die Wege lang sind. Diese hier passte fast vollständig in einen Ort.

Laura und Lukas haben am 8. August 2026 geheiratet, in Pirkach bei Emskirchen. Getting Ready im Elternhaus, First Touch am Weiher im Ort, Trauung in Dürrnbuch, gefeiert wurde in der ausgeräumten Scheune auf dem Hof von Lauras Eltern. 140 Gäste. Und im Anschluss an die Trauung, im selben Gottesdienst, wurde ihre Tochter getauft.

Theresa hat die beiden begleitet. Ihr erstes Wort, als wir hinterher über den Tag gesprochen haben, war harmonisch.

Der Morgen: die Deko und ein Oberteil, das dran glauben musste

Große beleuchtete LOVE-Buchstaben als Hochzeitsdeko im Hof, aufgebaut am frühen Morgen

Halb acht war Theresa an der Location und hat die Deko fotografiert, solange sie noch unberührt war. Wer zu Hause feiert, hat wochenlang daran gebaut, oft mit der halben Familie. Am Abend stehen dann Gläser darauf. Der frühe Morgen ist der einzige Moment, in dem der Aufbau so aussieht, wie er gedacht war.

Um acht ging es zum Friseur, gemeinsam mit den Brautjungfern. Angezogen wurde danach im Elternhaus von Laura, genauer in der Wohnung, die sich die beiden dort eingerichtet haben. Eigener Eingang, ein Raum mit dem besten Licht im Haus, und das Ganze, während sie parallel selbst bauen.

Kleine weiße Blüten werden der Braut ins geflochtene Haar gesteckt

Dort passierte die Szene, die vom ganzen Morgen hängen geblieben ist. Die Frisur saß bereits, und das Oberteil sollte über den Kopf. Also haben die Brautjungfern es kurzerhand aufgeschnitten. Alle haben gelacht, Laura am lautesten.

Falls ihr euch für den eigenen Hochzeitsmorgen einen einzigen Tipp mitnehmt, dann diesen: Zieht morgens etwas an, das vorne aufgeht. Hemd, Bluse, Bademantel, Kimono. Das erspart euch genau diese Viertelstunde.

Halb elf: First Touch statt First Look

Braut und Bräutigam halten sich um die Ecke einer Holzhütte an der Hand, voneinander abgewandt

Das erste Sehen war um halb elf am Weiher in Pirkach, ein paar Minuten vom Elternhaus entfernt. Der Ort hatte für die beiden eine Bedeutung, und genau deshalb stand er im Plan.

Fotografisch war er die schwierigste Stelle des Tages, weil es dort um diese Uhrzeit kaum Schatten gibt. Theresa hat sich deshalb eine Hütte gesucht und die beiden um die Ecke gestellt, Hand in Hand, voneinander abgewandt.

Daraus wurde ein First Touch. Sie haben sich zuerst nur berührt, gelächelt, sich gefreut. Und erst dann haben sie sich gemeinsam umgedreht.

Die Braut fasst dem Bräutigam lachend ins Gesicht, beide stehen an einer Holzwand

Lukas hatte sofort Tränen in den Augen. Was die beiden sich als Erstes gesagt haben, bleibt bei ihnen, weil Theresa weit genug weg stand.

Das ist Absicht und die ehrlichste Beschreibung unserer Arbeitsweise, die es gibt. Wir halten Abstand, damit der Moment dem Paar gehört.

Danach sind wir noch am Wasser geblieben und haben die ersten Paarbilder gemacht, mit Enten, Gänsen und einem Paar, das sich anleiten ließ und dabei locker blieb. Wie so eine Viertelstunde abläuft, haben wir hier aufgeschrieben: Paarshooting auf der Hochzeit.

Halb eins: Trauung und Taufe in einem Gottesdienst

Brautpaar sitzt eng nebeneinander in der Kirchenbank, sie hält das Liedblatt

Um halb eins ging es nach Dürrnbuch in die Kirche St. Kilian. Eine sehr kleine Kirche mit einem kurzen Gang, sehr gut besucht. Mit der Taufe zusammen hat der Gottesdienst rund anderthalb Stunden gedauert.

Der Einzug fing holprig an. Die Musikbox hatte einen Hänger, die Musik setzte kurz aus. Laura und Lukas sind weitergelaufen, ihr Vater hat sie vorne übergeben, und zwei Minuten später war es vergessen. Auf den Bildern ist davon nur Vorfreude zu sehen.

Emotional gekippt ist es genau bei dieser Übergabe. Danach hat vor allem die Predigt getragen, weil die Pfarrerin vorher ein gutes Gespräch mit den beiden geführt hatte und im Gottesdienst nah an ihnen blieb.

Brautpaar steht vorn in einer hellen Dorfkirche in Franken, im Vordergrund das steinerne Taufbecken mit weißen Blumen

Und dann kam der Teil, der diesen Tag von den meisten unterscheidet. Als die Ringe gewechselt waren, folgte die Taufe als eigener Abschnitt desselben Gottesdienstes. Die Paten standen mit am Taufbecken und haben ihre Tochter gehalten, als das Wasser kam. Sie hat kurz geweint, den Rest hat sie gelassen mitgemacht. Laura und Lukas haben einfach nur gelächelt.

Wenn ihr über dieselbe Kombination nachdenkt, haben wir die Planungsfragen dazu in einem eigenen Beitrag gesammelt: Hochzeit und Taufe am selben Tag.

Feuerwehr, Blaskapelle und ein Bulldog mit Bank

Brautpaar fährt in der geschmückten Frontschaufel eines großen Traktors durch den Ort und winkt

Beim Auszug gingen die Pfarrerin und die Blumenkinder voran, draußen standen die Feuerwehr und die Blaskapelle Dürrnbuch Spalier.

Gefahren sind die beiden mit dem Bulldog. In der Frontschaufel stand eine Bank, darauf saßen Braut und Bräutigam. Lukas ist Landwirt mit eigenen Kühen, der Traktor steht ohnehin vor der Tür, und genau deshalb wirkt es auf den Bildern selbstverständlich statt wie eine Idee vom Hochzeitsplaner.

Theresa ist übrigens vorausgefahren statt mitzufahren. Nur so gibt es beide Bilder, die Abfahrt und die Ankunft. An der Location standen die Gäste noch einmal Spalier, und dort lief auch der Sektempfang, gleich beim Hof statt an der Kirche. Das hat allen die Fahrerei gespart und den Nachmittag früher in Gang gebracht.

Gefeiert wurde zu Hause

Brautpaar küsst sich vor der geschmückten Scheune auf dem Hof der Eltern in Franken

Die Location war der Hof von Lauras Eltern. Die Scheune war ausgeräumt und dekoriert, klassisch mit einem Einschlag ins Vintage, draußen eine Sitzlounge, eine Bar, eine Hüpfburg für die Kinder.

Theresa hat es hinterher so beschrieben:

Es sah aus wie eine Eventlocation, und dabei war alles zu Hause.

Das Spanferkel kam von Freunden und Leuten aus den Vereinen, die Salate haben die Gäste selbst mitgebracht. Die Bar lief über Bekannte. Man hat gemerkt, dass sie das alle schon öfter gemacht haben.

Zweistöckige Hochzeitstorte mit Beeren und Eukalyptus auf einer Holzscheibe

Kaffee und Kuchen gab es um halb vier, das Abendessen um halb sieben. Dazwischen lag Zeit, die niemandem gehörte, und genau darin liegt der Vorteil zu Hause: Wenn etwas eine Viertelstunde länger dauert, wartet trotzdem keine Küche mit fester Ausgabezeit.

Was daran hängen bleibt: Es war der Ort, an dem Laura groß geworden ist und an dem die beiden mit ihrer Tochter noch wohnen. Diesen Bezug bringt nur das eigene Zuhause mit.

Wie so ein Tag zu Hause organisatorisch abläuft und welche acht Punkte zusätzlich auf eure Liste gehören, steht ausführlich hier: Hochzeit zu Hause feiern, eine Scheunenhochzeit in Franken.

Das Gruppenbild ist gewandert

Nachmittags stand das große Gruppenfoto im Plan. Da war allerdings ein Teil der Gesellschaft unterwegs: Die Eltern von Lukas waren noch in der Landwirtschaft eingespannt, andere Gäste checkten gerade im Hotel ein.

Statt es zu streichen, hat Theresa es nach hinten geschoben, vor das Abendessen, als wieder alle beisammen waren. Dann war es vollständig.

Merkt euch für eure eigene Planung lieber einen festen Platz als eine feste Uhrzeit. Das Einchecken der Gäste holt fast jedes Paar ein, sobald am Nachmittag die Zimmer verteilt werden. Mehr dazu in unserem Zeitplan mit Puffer.

Viertel vor neun: eine halbe Stunde, in der die beiden allein waren

Brautpaar läuft im Abendlicht Hand in Hand einen Feldweg entlang

Am Abend hat Theresa die beiden ins Auto gesetzt, zwei Minuten gefahren und an einem Feldweg am Waldrand gehalten. Maisfeld, Waldrand, lauer Sommerabend, sie zu dritt.

Von viertel vor neun bis viertel nach neun waren sie weg, gebraucht hat es davon zehn bis fünfzehn Minuten. Nach einem Tag mit 140 Gästen ist genau das oft der einzige Moment, in dem die beiden nur füreinander da sind.

Danach ging es zurück, Hochzeitstanz, Party. Gegen elf war für Theresa Schluss.

Was von dem Tag bleibt

Ein Tag, der fast vollständig in einem Ort stattgefunden hat. Eine Trauung, in der eine Taufe lag. Ein Bulldog statt einer Limousine. Und eine Scheune, die aussah wie eine Eventlocation und trotzdem das Zuhause der Familie war.

Übrigens: Laura mag die Schwarzweißbilder aus dem Tag fast lieber als die Farbigen. Das hören wir öfter, und es hat einen einfachen Grund. Schwarzweiß nimmt alles weg, was ablenkt, und lässt das übrig, worum es geht: Gesichter, Hände, Blicke. Mehr dazu in echte Hochzeitsfotos.

Heiraten in Pirkach und Dürrnbuch, die Eckdaten

Pirkach ist ein Ortsteil von Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch, Bad Windsheim, rund eine halbe Stunde westlich von Nürnberg und knapp zwanzig Minuten von Neustadt an der Aisch. Getraut wurde in der Kirche St. Kilian im Nachbarort Dürrnbuch, ebenfalls Gemeinde Emskirchen.

Aus fotografischer Sicht: Der Weiher mitten im Ort trägt den Vormittag, braucht im Hochsommer aber Schatten, weil er offen liegt. Die Kirche ist klein und hell, der Gang kurz, das heißt wenige Schritte für den Einzug und viel Nähe in den Bankreihen. Rund um den Hof reicht ein Feldweg am Waldrand für die Abendbilder, zwei Minuten mit dem Auto. Wer im Sommer in dieser Gegend heiratet, hat die goldene Stunde ab etwa Viertel vor neun.

Häufige Fragen

Kann man Hochzeit und Taufe am selben Tag feiern?

Ja. Bei Laura und Lukas lag die Taufe direkt im Traugottesdienst, als eigener Abschnitt nach dem Ringwechsel. Zusammen hat der Gottesdienst rund anderthalb Stunden gedauert. Wichtig ist das Vorgespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer, weil beide Teile abgestimmt werden.

Was ist der Unterschied zwischen First Look und First Touch?

Beim First Look sehen sich Braut und Bräutigam zum ersten Mal an diesem Tag, meist stehen sie sich dafür gegenüber. Beim First Touch stehen sie zunächst voneinander abgewandt, berühren sich nur an der Hand und drehen sich erst danach um. Das nimmt vielen Paaren die Anspannung, und es hilft an Orten mit wenig Schatten.

Lohnt es sich, zu Hause auf dem eigenen Hof zu heiraten?

Für Paare, die im Ort verwurzelt sind, sehr. Die Wege sind kurz, der Zeitplan ist elastisch, und die Menschen, die tragen, sind die eigenen. Dafür klärt ihr selbst, was eine Location sonst mitbringt: Strom, Toiletten, Parken, Kühlung, Wetterplan, Auf- und Abbau.

Wann macht man das große Gruppenbild?

Das hängt vom Ablauf ab. Legt deshalb einen festen Platz im Tag fest statt einer festen Uhrzeit, zum Beispiel direkt nach dem Sektempfang, vor dem Kuchen oder vor dem Abendessen. Entscheidend ist der Moment, in dem alle Gäste sicher beisammen sind. Wenn ein Teil der Gesellschaft zwischendurch wegfährt, etwa zum Einchecken ins Hotel oder zurück in den Betrieb, rutscht das Bild einfach dahinter.

Fotografiert ihr auch in Emskirchen, Neustadt an der Aisch und Umgebung?

Ja. Wir sind in ganz Mittelfranken unterwegs, von Nürnberg und Fürth über Neustadt an der Aisch bis Würzburg und Ansbach.

Ihr heiratet in Franken, zu Hause auf dem Hof oder in einer Location, und möchtet Bilder, die von selbst entstehen? Schreibt uns, wir schauen, ob euer Datum noch frei ist.

Ist euer Hochzeitstag noch frei?

Wir sind Tobi und Theresa, Hochzeitsfotografen aus Burgbernheim. Ganztägig unterwegs, in Franken und Unterfranken. Schreibt uns euer Datum und wo ihr feiert, dann sagen wir euch, ob wir an dem Tag noch zu haben sind. Beliebte Sommertermine sind oft ein Jahr im Voraus vergeben.